Alle Jahre wieder…die Geschichte vom Streusalz

 

So schön wie der Winter für viele Hunde auch ist, eine Problematik besteht nahezu für alle unsere Saftnasen – Streusalz. In der kalten Jahreszeit lässt sich kaum noch eine Gassirunde ohne Streusalz finden. Das Salz verursacht bei bestehenden Verletzungen Schmerzen und kann ebenso zu Entzündungen führen. Vorher zart gewesene Hundepfoten werden spröde und rissig – also besteht definitiv Handlungsbedarf.

Selbst wenn ich das Salz nicht sehen kann, weil es bereits „im Erdboden versunken ist“, zeigt mir meine kleine Hundedame sehr schnell die Stellen an denen Salz gestreut wurde. Denn sie bleibt ganz plötzlich stehen und streckt wie ein Roboter das rechte Vorderbein sowie das linke Hinterbein von sich. Natürlich trage ich meinen 6-Kilo-Roboter weg und befreie die Pfoten vom Salz. Wie gut, dass sie so klein ist! Da jedoch nicht jeder Hund so klein ist und das Wegtragen und „Entsalzen“ auch keine Dauerlösung ist, halten Jacky und ich uns an einige Regeln - vor, während und nach dem Spaziergang.

Grundsätzlich achte ich immer darauf, dass das Fell zwischen den Pfotenballen eine passable Länge hat – nicht zu kurz, da sonst die Schutzfunktion verloren geht, aber auch nicht zu lang, damit Eisklumpen und Schnee nicht unnötig im Fell hängen bleibt. Denn sonst würde ich mich wahrscheinlich wundern warum Jacky auf einmal 10 cm größer ist.

Vor jedem Spaziergang zur „Streusalzperiode“ gibt es eine vier-pfotige Massage mit einem Pfotenbalsam. Hierbei achte ich darauf, dass ich den Pfotenschutz auch zwischen die Ballen massiere und gerne auch mal etwas dicker auftrage.

Während dem Spaziergang versuche ich „große Salzvorkommen“ zu vermeiden und umlaufe diese großzügig.

Nach dem Spaziergang wasche ich die Pfoten mit lauwarmen Wasser ab. Das Wasser darf nicht zu warm sein – man soll sich nur mal vorstellen wie wir uns fühlen würden, wenn wir mit nackten Füssen im Schnee waren und anschließend mit eiskalten Füssen in heißes Wasser steigen.

Die Hunde sollten ihre Pfoten nicht abschlecken, da die Salzreste evtl. Magenprobleme verursachen können.  

Danach kann bei rissigen oder spröden Pfoten nochmals dünn Pfotenbalsam aufgetragen werden.

Zum Pfotenschutz eignen sich verschiedene Möglichkeiten, wie z.B. Ringelblumensalbe oder auch verschiedene Pflegeprodukte, die aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammengesetzt sind und teilweise „pfotenabdruckfrei“ im Haus genutzt werden können.

Ich wünsche euch und euren Lieblingen eine möglichst streusalzfreie Winterzeit mit zarten, gesunden Hundepfötchen!

 

Liebe Grüße

 

Eure Jana